Sonstige Tiere
Vielseitigkeit der Natur
z.B. Krebse
Einheimische Krebse (Crustacea)
Wenn wir von einheimischen Krebsen sprechen, sind meist die Süßwasser-Flusskrebse gemeint. Sie gehören zu den Zehnfußkrebsen und atmen durch Kiemen. In Deutschland gibt es exakt drei echte heimische Arten:
Edelkrebs (Astacus astacus)| Bis 20 cm | Nährstoffreiche, saubere Flüsse, Seen & Teiche | Größte heimische Art. Früher eine wichtige Speise, heute stark bedroht. Rote Scherenunterseite. |
|Steinkrebs (Austropotamobius torrentium)| Bis 10 cm | Kalte, schnell fließende Gebirgs- und Waldbäche | Klein und unbedornt. Braucht extrem sauberes Wasser und versteckt sich unter Steinen. Stark gefährdet. |
Dohlenkrebs (Austropotamobius pallipes) | Bis 12 cm | Kühle Bäche (nur im Südwesten Deutschlands) | Sehr selten, kommt bei uns fast nur noch in wenigen Bächen in Baden-Württemberg vor. |
Die größte Bedrohung: Invasive Arten & Die Krebspest
Unsere drei heimischen Krebsarten sind akut vom Aussterben bedroht. Das liegt zum einen an der Gewässerverschmutzung, zum anderen an eingeschleppten nordamerikanischen Krebsarten (wie dem Signalkrebs oder Kamberkrebs).
Diese amerikanischen Krebse übertragen einen fadenpilzähnlichen Erreger – die Krebspest. Während die amerikanischen Arten dagegen immun sind, verläuft die Infektion für unsere heimischen Krebse innerhalb weniger Tage zu 100 % tödlich.
Fazit: Beide Tiergruppen sind unverzichtbare Aufräumer der Natur. Schnecken zersetzen totes Laub und Pflanzenreste an Land, während Flusskrebse als "Gesundheitspolizei" Aas und kranke Tiere im Wasser beseitigen und so die Gewässer sauber halten.
Edelkrebsprojekt NRW | Europäischer Edelkrebs



