Wildkamera, Nachtsichtbilder

Wilkamera, Nachtsicht, Perpektiven 

Der Einsatz von Nachtsichttechnik und Wildkameras hat die moderne Jagdausübung grundlegend verändert und dient vor allem dem effizienten Revier- und Schalenwildmanagement sowie der Einhaltung des Tierschutzes.

Nachtsicht- und Wärmebildtechnik

  • Ansprache und Tierschutz: Wärmebildbeobachtungsgeräte und Nachtsichtvorsätze ermöglichen eine sichere Identifikation (Ansprache) von Alter, Geschlecht und Führendstatus (z. B. führende Bachen) auch bei vollständiger Dunkelheit. Dadurch werden Fehlabschüsse vermieden.
  • Schadensabwehr: Hauptsächlich eingesetzt bei der Bejagung von Schwarzwild zur Reduzierung von Landwirtschaftsschäden und zur Prävention der Afrikanischen Schweinepest (ASP).
  • Präziser Schuss: Vorsatzgeräte auf dem Zielfernrohr erlauben ein klares Zielbild, was zu sauber gesetzten Treffern führt und Nachsuchen minimiert.
  • Rechtliches: Der Einsatz auf der Waffe unterliegt strengen länderspezifischen Bestimmungen (Bundesjagdgesetz / Landesjagdgesetze) sowie dem Waffenrecht.

Wildkameras (Fotofallen)

  • Bestandserfassung: Bieten wertvolle Erkenntnisse über Wilddichte, Arterfassung, Bewegungsmuster und Aktivitätszeiten (z. B. an Kirrungen oder Suhlen).
  • Beunruhigungsfreie Jagd: Durch Funk-Wildkameras (LTE) entfällt das ständige Anfahren des Reviers zur Auswertung, was dem Wild Ruhe gewährt.
  • Datenschutz: Der Einsatz erfordert Sensibilität; Wanderwege und öffentliche Bereiche dürfen nicht überwacht werden, um Persönlichkeitsrechte Dritter zu wahren.

Beide Technologien dienen primär der Präzision, der Waidgerechtigkeit und dem gezielten Wildtiermonitoring.

 

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