Sonstige Säugetiere

Sonstige Säugetiere

Vielseitigkeit der Natur

z.B. Fledermäuse

Fledermäuse sind faszinierende Nachtjäger und die einzigen Säugetiere, die aktiv fliegen können. In Deutschland und Mitteleuropa sind rund 25 einheimische Fledermausarten dauerhaft oder zeitweise zu Hause.

Hier ist eine kompakte Übersicht über ihre Lebensweise, die bekanntesten Arten und warum sie bedroht sind. 

Die wichtigsten Merkmale & Lebensweise

  • Reine Insektenfresser: Im Gegensatz zu manchen tropischen Verwandten, die Früchte oder Blut fressen, ernähren sich alle einheimischen Arten ausschließlich von Insekten, Spinnen und Nachtfaltern. Eine einzige Zwergfledermaus kann in einer Nacht bis zu 1.000 Stechmücken vertilgen!
  • Echolot-Orientierung: Fledermäuse "sehen" im Dunkeln mit den Ohren. Sie stoßen für Menschen unhörbare Ultraschallrufe aus. Das Echo, das von Hindernissen oder Beutetieren zurückgeworfen wird, fangen sie mit ihren hochentwickelten Ohren auf und erstellen so ein exaktes Bild ihrer Umgebung.
  • Winterschlaf: Da es im Winter keine Insekten gibt, senken Fledermäuse von etwa November bis März ihre Körpertemperatur drastisch ab und verschlafen die kalte Jahreszeit in Höhlen, Kellern oder alten Stollen.

Bekannte einheimische Arten im Überblick
Die Arten unterscheiden sich stark in ihrer Größe, ihren Jagdgewohnheiten und ihren bevorzugten Verstecken (manche leben lieber in Wäldern, andere als "Kulturfolger" nah am Menschen in Gebäuden).
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Zwergfledermaus| Unsere kleinste Art (passt zusammengerollt in eine Streichholzschachtel). | Sehr häufig in Städten und Dörfern, versteckt sich in Ritzen an Häusern. |
Großer Abendsegler| Eine der größten einheimischen Arten (Spannweite bis 40 cm). Fliegt oft schon vor Sonnenuntergang hoch am Himmel. | Typischer Waldbewohner, schläft in alten Spechthöhlen. |
|Braunes Langohr| Hat riesige Ohren, die fast so lang sind wie ihr Körper. Kann Insekten direkt von Blättern absammeln. | Lebt in Wäldern und auf Dachböden. |
|Großes Mausohr| Die größte heimische Art. Jagt oft am Boden nach Laufkäfern. | Nutzt im Sommer oft große, ungestörte Kirchen-Dachböden. |
Wasserfledermaus| Jagt dicht über der Wasseroberfläche von Seen und Flüssen und "keschert" Insekten mit den Füßen auf. | Quartiere in Baumhöhlen oder nahe an Gewässern.|


Wichtiger Schutzstatus: Alle einheimischen Fledermausarten stehen unter strengem Naturschutz. Sie leiden stark unter dem Insektensterben (Nahrungsmangel) und dem Verlust von Quartieren, wenn alte Bäume gefällt oder Gebäude lückenlos saniert werden, sodass Ritzen und Einfluglöcher verloren gehen.

 Heimische Fledermäuse: Alle Arten im Porträt - NABU 

 

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