Ausbildung Jungjäger, Coaching
Unterstützung bei der Prüfungsvorbereitung in der Praxis bei folgenden Themen:
Wildtierbiologie, Naturschutz, Waldbau und Jagdbrauchtum
Praxistag in Guckheim:
Neben dem Bestimmen von Bäumen und Sträuchern, wird auch über die einheimische Tierwelt, Greifvögel und Eulen, sowie waldbauliche Maßnahmen gesprochen. Die Themen sind sehr vielseitig und können in der Praxis vertieft werden. Hierzu verwenden wir ein "Frage/Antwort" System und untermauern das Erlernte mit praktischen Beispielen
Auch Jagdhornsignale werden bestimmt und verschiedene Brüche angelegt.
Abgerundet wird das Coaching mit jagdlich relevanten kalten Waffen.
Die Jagdausbildung in Deutschland (oft als „Grünes Abitur“ bezeichnet) ist extrem vielseitig.
Hier ist eine kompakte Übersicht der drei Fachbereiche (Wildtierbiologie, Naturschutz, Jagdbrauchtum), die das Fundament für verantwortungsvolles Handeln im Revier bilden.
1. Wildtierbiologie (Haar- und Federwild)
Dieses Fach befasst sich mit der Anatomie, den Lebensgewohnheiten und den Zyklen unserer heimischen Wildarten.
Kerninhalte: Du lernst, Wildarten sicher anzusprechen (sie nach Alter, Geschlecht und Zustand zu identifizieren). Dazu gehören Zahnformeln zur Altersbestimmung, die Fortpflanzungsbiologie (z. B. die Trag- und Setzzeiten) sowie die Sinnesleistungen und das Sozialverhalten der Tiere.
Ziel: Nur wer das Wild und seine Bedürfnisse genau kennt, kann es waidgerecht bejagen und gesunde Bestände erhalten.
2. Naturschutz
Jäger sind gesetzlich verpflichtet, den Schutz der Natur als Ganzes im Blick zu haben. Die Jagd versteht sich heute als angewandter Naturschutz.
Kerninhalte: Es geht um Biotopgestaltung (z. B. das Anlegen von Wildäckern und Hecken), den Schutz bedrohter, nicht jagdbarer Arten und das Erkennen von Ökosystem-Zusammenhängen. Auch forst- und landwirtschaftliche Grundlagen sowie Wildschadensverhütung spielen eine große Rolle.
Ziel: Das Prinzip „Wald mit Wild“ so umzusetzen, dass ein gesundes Gleichgewicht zwischen Flora und Fauna entsteht.
3. Jagdliches Brauchtum
Das Brauchtum ist der Ehrenkodex und die gelebte Tradition der Jäger. Es sorgt für Respekt vor der Kreatur und eine gemeinsame Sprache untereinander. Dazu gehören die Jägersprache, Jagdsignale auf dem Horn, die Streckelegung und die Bruchzeichen.
Die bruchgerechten Bäume
Nicht jeder Ast darf für Brüche verwendet werden. Traditionell sind nur fünf Holzarten (allesamt heimische Baumarten) „bruchgerecht“. Man merkt sie sich leicht mit dem Wort E F E K T:
Eiche, Fichte, Erle, Kiefer, Tanne
Brüche
Die wichtigsten Brüche (Bruchzeichen)
Brüche werden traditionell mit der Hand vom Baum gebrochen (nicht geschnitten!) und dienen entweder der Kommunikation unter Jägern oder als Ehrerweisung für das Wild.







