Sonstige Vögel

Sonstige Vögel

Vielseitigkeit der Natur

z.B. Schnepfen, Bekassine, Kiebitze

Schnepfenvögel (Scolopacidae) gehören zur Ordnung der Regenpfeiferartigen. Sie sind typische Watvögel – meistens erkennst du sie an ihren langen Beinen und auffällig langen, dünnen Schnäbeln, mit denen sie im Schlamm oder feuchten Boden nach Würmern und Insekten stochern.

Zwei der bekanntesten heimischen Vertreter, die sich auf den ersten Blick sehr ähnlich sehen, sind die Waldschnepfe und die Bekassine, Hier ist der direkte 

Vergleich:
Waldschnepfe vs. Bekassine
Obwohl beide Vögel einen extrem langen Schnabel und ein braun gemustertes "Tarnkleid" haben, unterscheiden sie sich stark in ihrem Lebensraum und feinen optischen Details.

Waldschnepfe (*Scolopax rusticola) 

  • Lebensraum: Reine Waldgänger. Sie lebt versteckt in feuchten Laub- und Mischwäldern. 
  • Kopfzeichnung Querstreifen: Die dunklen Streifen auf dem Kopf verlaufen von Ohr zu Ohr (quer). 
  • Statur: Eher korpulent, gedrungen und taubengroß mit auffallend großen, weit hinten sitzenden Augen (für Rundum-Sicht im dichten Wald). 
  • Verhalten: Einzelgänger, dämmerungsaktiv. Berühmt für den "Schnepfenstrich" (Balzflug über den Baumkronen).

Bekassine (*Gallinago gallinago)

  • Offenes Feuchtgebiet. Sie lebt in Mooren, nassen Wiesen und an Ufern. 
  • Kopfzeichnung Längsstreifen: Die hellen und dunklen Streifen verlaufen von der Stirn zum Nacken (längs).
  • Statur: Schlanker, etwas kleiner und zierlicher als die Waldschnepfe. 
  • Verhalten:  Bekannt für den "Meckerflug" zur Balz, bei dem die äußeren Schwanzfedern im Sturzflug wie ein Meckern vibrieren.


Kiebitz
Der Kiebitz(Vanellus vanellus) gehört zwar ebenfalls zur Ordnung der Regenpfeiferartigen, bildet aber eine eigene Familie (die Regenpfeifer) und ist keine Schnepfe. Er lässt sich optisch überhaupt nicht mit den oben genannten verwechseln.

  • Aussehen: Er ist etwa taubengroß und wunderschön gefärbt. Sein Gefieder schimmert auf der Oberseite metallisch grün-schwarz, der Bauch ist reinweiß. Das absolute Markenzeichen ist die lange, abstehende Federhaube auf dem Kopf.
  • Lebensraum: Offenes, flaches Kulturland, feuchte Wiesen und Weiden.
  • Verhalten & Ruf:Unverkennbar ist sein spektakulärer, fast torkelnder Gaukelflug während der Balz, begleitet von einem lauten, klagenden Ruf, der wie *"Kie-witt"* klingt – woher er auch seinen deutschen Namen hat.
     

Trauriger Fakt: Sowohl Bekassine als auch Kiebitz stehen in Deutschland stark unter Druck und sind vom Aussterben bedroht, da ihre feuchten Lebensräume durch Entwässerung und intensive Landwirtschaft immer weiter schwinden.

Vogelkunde: Vögel bestimmen - NABU 

 

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